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Kläranlage



 

Erweiterung und Ertüchtigung der

 

Kläranlage Adlkofen




 

Bestehende Anlage - Ausgangssituation

 
In der Anlage werden die Abwässer der Ortsteile   Adlkofen – Ort (2.041 EW), Adlkofen-Aign (14 EW), Adlkofen-Setzensack (16 EW) insgesamt 2.071 EW gereinigt. Vorgesehen ist in nächster Zeit der Anschluss des Ortsteils Riedenwies (4 EW). Die Entwässerung des Hauptortes erfolgt im Mischsystem. Eine aktualisierte Überrechnung der Entlastungseinrichtung nach A 128 neu wurde im Jahr 2006 durch das Ing.-Büro Lichtenecker & Spagl durchgeführt.
 
Die bestehende Kläranlage wurde 1991 erbaut. Das Klärsystem (Rechenanlage, Absetz- und Faulteich, unbelüftet, TTK mit Schrägklärer und Schönungsteich) kann die derzeit an die Abwasserreinigung zu stellenden Anforderungen nicht mehr erfüllen. Die Mindestanforderungen in der Größenklasse 2 (1.000 – 5.000 EW) werden zwar eingehalten; in Anbetracht der vorhandenen schwachen Vorflut ist hier jedoch Anforderungsstufe 3 anzuwenden. Die Bemessungsgröße beträgt laut Entwurfsunterlagen von 1989  2.000 E + EW.
 
Derzeit fließt das Abwasser durch einen Rechen in das so genannte Vorklärbecken, das gleichzeitig  als Schlammstapel- und Ausfaulbecken dient. Das Abwasser wird anschließend im Tauchtropfkörper biologisch gereinigt. Der Absetzvorgang  findet im Nachklärbecken (Schrägklärer) statt, der Schlamm wird in das Vorklärbecken zurückgeleitet. Das gereinigte Abwasser fließt in einen Schönungsteich und dann in denPfarrwiesgraben.
 
 
Der Bauzustand der Kläranlage ist in den Teilen überholungsbedürftig. Während Rechen und  Betriebsgebäude in gutem Zustand sind, ist gerade der Tauchkörper stark erneuerungsbedürftig. Die Teiche müssen saniert werden, sind jedoch dicht. Insgesamt bedarf es für den gesicherten Weiterbetrieb in jedem Fall Investitionen.
 
Die Rechenanlage, das Betriebsgebäude mit Labor und Werkstatt, sowie Toiletten und Waschanlage werden wie bisher weiter verwendet und sind in der Ertüchtigung integriert.
 
Der Entwurf des Ing.-Büros Ferstl sieht vor, das bestehende Absetzecken als Belebungsbecken weiter zu verwenden. Die angewandte Verfahrenstechnik ist als SBR-Technik bekannt. Die Anlage soll auf eine Ausbaugröße von 3.000 EW ausgelegt werden. 

Ausbaugröße für die Verfahrenstechnische Berechnung
 
Die Ausbaugröße ermittelt sich zunächst aus der statistischen Auswertung der Monatsprotokolle der Monate 05/2001 bis 06/2004 demnach ermittelt sich derzeit ein EW (als 85% Wert) von 2.637 EW bei derzeit 2.071 Einwohnern.
                                              
Nachdem derzeit kein größerer Bevölkerungszuwachs zu erwarten ist, wird vorgeschlagen, als Ausbaugröße 3.000 E+EW entsprechend 14 % Einwohnerreserve
(363 EW) zu wählen.
 
Da keine nennenswerten Industriebetriebe angeschlossen sind, erscheint die Differenz von 500 Einwohnerwerten (gemessen zu tatsächlich) systembedingt zu sein.
 
Im Vorfeld werden verschiedene Möglichkeiten der Erweiterung der biologischen Reinigungsstufe diskutiert.                                                      
Eine Diskussion von Vor- und Nachteilen führt dazu dass sich die Konzepte 3 „Umbau des vorhandenen Absetzteiches zu einer vollbiologischen Abwasserreinigungsanlage nach dem System CW-SBR“ und „Umbau des vorhandenen Absetzteiches zu einer vollbiologischen Abwasserreinigungsanlage nach dem SBR-Konzept“ als wirtschaftlichste Lösung herausstellen.                 
 
Die vorgelegte Planung zeigt das Konzept 4 „Umbau des vorhandenen Absetzteiches zu einer vollbiologischen Abwasserreinigungsanlage nach dem SBR-Konzept“.
Beim Konzept 3 „Umbau des vorhandenen Absetzteiches zu einer vollbiologischen Abwasserreinigungsanlage nach dem System CW-SBR“ handelt es sich um ein firmenspezifisches Anlagenkonzept das im Zuge der  Ausschreibung auf die Wirtschaftlichkeit geprüft wurde.
 
Konstruktive Gestaltung der baulichen Anlagen
 
Sandfang, Sandwäsche
        
Die Aufstellung von Sandfang und Sandwäscher erfolgt in einem neuen Betriebsgebäude. Keller und Bodenplatte werden aus Stahlbeton errichtet. Das Gebäude selbst ist eine verzinkte Stahlkonstruktion verkleidet mit Alu-Sandwichpanellen. Zusätzlich werden hier noch das Zwischenpumpwerk und die Gebläse untergebracht. 

Vorlagebehälter
        
Der Vorlagebehälter wird als Stahlbetonrechteckbehälter auf den vorhandenen TTK-Wänden errichtet. Dazu wird das vorhandene Gebäude entkernt und aufgefüllt. Die vorhandene Fundamentierung wird für den Vorlagebehälter verwendet.
 
Belebungsteich
 
Der Belebungsteich wird durch eine Stahlbetonwand zweigeteilt. Auf die Wandkrone wird der  Bediensteg aufgesetzt. Das umlaufende Geländer ist mit einem zusätzlichen Wellenschutz geplant, da der Betriebswasserspiegel fast an der Oberkante des vorhandenen Beckens liegt.
 
Ausgleichsbecken
 
Der vorhandene Schönungsteich wird aufgelassen und in Teilen zum Ausgleichsbecken umgebaut. Die Ableitung in den Vorfluter wird durch einen Schieber gedrosselt und muss östlich der bestehenden Einleitungsstelle neu errichtet werden. 















 

 

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